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PolizeilogoTimmendorfer Strand -  Am Dienstagnachmittag, 21.06.2022, hat ein 34-Jähriger in Timmendorfer Strand im Rahmen eines Einsatzes starken Widerstand geleistet, wobei drei Polizeibeamte verletzt wurden. Zuvor war er am Strand aufgefallen, wo er, augenscheinlich alkoholisiert, mit seinen Kindern, einem Säugling und einem Kleinkind, unterwegs war.

Gegen 16.40 Uhr meldete eine Strandbesucherin den Mann, der alkoholisiert wirkte und schwankend mit einem Säugling und einem Kleinkind am Strand unterwegs war.

Nach Angaben der Zeugin hielten sich die Kinder dabei zeitweise auch ohne Aufsicht allein in Wassernähe auf. Zwei Beamte der Polizeistation Timmendorfer Strand konnten den 34-jährigen Ostholsteiner kurze Zeit später mit den Kindern antreffen. Im Gespräch wurden bei dem Mann Atemalkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache festgestellt, außerdem wurde auf Nachfrage vorheriger Alkoholkonsum zugegeben. Um die weitere sichere Kinderbetreuung zu gewährleisten, sollte der Mann Kontakt mit der Mutter der Kinder aufnehmen, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem nahegelegenen Hotel aufhielt. Der 34-Jährige verhielt sich nun jedoch unkooperativ und wurde zunehmend aggressiv. Er verweigerte den Anruf bei der Mutter und auch mit dem Aufsuchen von ihr war er nicht einverstanden. Die Situation eskalierte weiter und der Ostholsteiner schrie die Beamten an und beleidigte sie lautstark, so dass auch andere in der Nähe befindliche Strandbesucher auf das Geschehen aufmerksam wurden. Der Mann fing nun auch an, diese Besucher anzuschreien und auf diese bedrohlich zuzugehen. Als die Beamten dies durch Abdrängen unterbanden, ging der 34-Jährige mit geballter Faust zielstrebig auf einen der Beamten los.

 

Um den bevorstehenden Angriff abzuwehren, wurde der Mann durch die Polizisten mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht, wogegen er starke Gegenwehr leistete.

Schließlich konnte der Ostholsteiner gefesselt werden und mit Unterstützung von Strandbesuchern zunächst bis zum Eintreffen von weiteren Streifenwagenbesatzungen am Boden gehalten werden. Eine Besatzung der Polizeistation Travemünde wollte den Mann anschließend zum Gewahrsam nach Lübeck bringen. Der Ostholsteiner hatte sich jedoch immer noch nicht beruhigt und griff die Beamten trotz Fesselung weiterhin an und versuchte, sie zu treten und mit Kopfstößen zu treffen. Schließlich wurde der Mann zum Polizeigewahrsam in Lübeck transportiert, wo er nach richterlicher Entscheidung für mehrere Stunden verbleiben musste.

 

Außerdem wurde dem Mann im Rahmen des Strafverfahrens eine Blutprobe entnommen.

 

Die beiden Kinder des Mannes waren zwischenzeitlich der Mutter übergeben worden.

 

Bei dem Einsatz wurden die beiden Beamten der Polizeistation Timmendorfer Strand an der Hand verletzt, einer von ihnen erlitt einen Mittelhandbruch und ist bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig. Auch der zweite Beamte ist aufgrund der erlittenen Verletzung zunächst nicht mehr dienstfähig. Bei den Widerstandshandlungen vor dem Transport ins Gewahrsam wurde außerdem ein Beamter der Polizeistation Travemünde am Arm verletzt, er blieb jedoch dienstfähig.

 

Gegen den 34-Jährigen Ostholsteiner wird nun wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamtes, der Bedrohung und der Beleidigung ermittelt.

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